Zusammenfassung

Die Sichtweise in der Dreidimensionalität ist immer eine Endliche, da die Partikularität aller Strukturen und Ereignisse Grenzen aufweisen. Das verunmöglicht prinzipiell eine ganzheitliche Sicht auf die Phänomene. Das Verhalten der Partikularitäten untereinander ergibt ihre Bewegungen zueinander und daraus kann die Gravitation abgeleitet werden. Grundsätzlich ist die dritte Dimension eine Erfahrungsebene, in welcher die gemachten Erfahrungen nur beschrieben werden können. Sie ist keine schöpferische Ebene, sondern nur ein Bereich für die Manipulation, da die Produkte der Natur dazu bereits erschaffen wurden. Alle Wissenschaften sind Raum-Zeit abhängig und erarbeiten ihre Formulierung aus der Sicht der dritten Dimension. Doch bis heute wurde das Raum-Zeit-Problem nicht gelöst. Aus dem Blickwinkel der dritte Dimension, welche nur aus fragmentierten Endlichkeiten besteht, ist das auch gar nicht möglich. Die Raum-Zeit ist nur in der dritten Dimension offensichtlich, da sie partikuliert ist und direkt mit der subjektiven Wahrnehmungsstruktur zusammenhängt.

Die Mathematik und die Logik berechnen und folgern mit selbstdefinierten Vorschriften bestimmte Annahmen. Dem entsprechend sind die Ergebnisse und sie werden als richtige und unumstössliche Wahrheiten gehandhabt.  Sind die Annahmen dagegen falsch, so sind die erzielten Resultate es ebenfalls und der Turmbau fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Alle getätigten Annahmen sind nicht frei von Widerspruch. Sie sind aus der Sicht der eingeschränkten dritten Dimension definiert und daher sind alle gemachten Annahmen immer unvollkommen. Folgerung: Die dritte Dimension kann kein schöpferisches Potential darstellen, da sie bereits angehäufte partikulare Erscheinungen aufweist und nur diese werden analysiert und weiter behandelt.

Bildlich gesprochen, ist die 0. Dimension eine weisse Leinwand, die von einem Schöpfer in ein dreidimensionales Kunstwerk verwandelt wird. In der dritten Dimension ist mit der schöpferischen Kreativität nicht zu bewirken. Sie kann das Vorgefundene nicht nochmals erschaffen. Nur der analytische Verstand ist in diese Dimension ausgerichtet und fähig in dieser Ebene zu manipulieren.

Gesucht ist eine genuine und unbefleckte Leinwand, die jede energiereiche Kreativität aufnimmt, aushält und zur Vollendung bringt. Der Ursprung jeder dimensionaler Entwicklung ist ein Punkt, eine Singularität mit unendlichem Potential ( 0 = ∞). Die Umkehrung (∞ = 0) ist hilfreicher. Damit verfügen wir über eine Unendlichkeit ohne jede Formatierung und genau das ist die gesuchte Leinwand. Sie entspricht der 0. Dimension. Der springende Punkt dabei ist, dass die 0. Dimension unendlich ist ohne jede Begrenzung und jede weiter dimensionale Entwicklung entfaltet sich nicht nach aussen, sondern nach innen, also innerhalb der 0. Dimension. Sie ist das alles Umfassende ohne ein Ausserhalb. Das heisst, die erste, die zweite und die dritte Dimension sind innerhalb der 0. Dimension enthalten, da diese in sich begrenzt sind. Folgerung: die drei Dimensionen sind Dellen und Beulen innerhalb der 0. Dimension.

Der Satz, die Entstehung von Zeichen und Symbolen, ist ein objektive Formulierung. In der 0. Dimension existiert noch keine duale Struktur und folglich auch keine Objektivität. Die Erschaffung von Zeichen und Symbolen ist ein subjektiver Prozess, der nur in der 0. Dimension möglich ist, in welcher gilt: 0 = ∞ und ∞ = 0. In der 0. Dimension kann nichts beschrieben werden, da sowohl das zu Beschreibende als auch ein Begriffsschema nicht vorhanden ist.

In den etablierten Wissenschaften wird eine Erkenntnis oder ein Produkt immer neutral und objektiv dargestellt, ohne auf die Bedingungen der Entstehung hinzuweisen und einzutreten. In der 0. Dimension gelten keine herkömmlichen Massstäbe, Normen und Regeln, denn diese beinhalten nur endliche Strukturen und wurden für die Bearbeitung von Problemstellungen in der dritten Dimension erarbeitet. In der 0. Dimension kann nur der subjektiv empfindende geistige Mensch kreativ aktiv sein indem er sich mit dem von ihm Erschaffenen voll und ganz identifiziert.

Ich entscheide mich, meine persönliche weisse Leinwand mit meiner imaginierten Symbolik zu füllen. Eine neue Symbolik, die kompatibel ist zur 0. Dimension muss eine singuläre Position und in ihrer Entwicklung eine lückenlose Vollkommenheit aufweisen. Das ist mit Hilfe der Sprache, welche nur über  eine beschränkte Anzahl von Symbolen verfügt, nicht möglich. Sie ist von beschreibender Natur und ihr Anwendungsbereich liegt in der dritten Dimension.

Die elementarste Symbolik besteht aus den natürlichen Zahlen, die uns als Zahlenlineal bekannt ist. Bis heute wurde die Herkunft der natürlichen Zahlen nie plausible begründet. Es wurde auch nie versucht einen schöpferischen Prozess zur Erzeugung der natürlichen Zahlen zu entwickeln.

Die Erzeugung der natürlichen Zahlen habe ich ausführlich beschrieben im Text: „Die Erzeugung der Primzahlen, ihre Geometrie und die Folgen“. Der Ausgangspunkt dazu war die Erkenntnis, dass es eine einzige Regelmässigkeit innerhalb der chaotischen Reihe der Primzahlen gibt. In den Zwischenräumen der Primzahlenmehrlingen verbirgt sich die 6er-Reihe beginnend mit der Zahl 3. Es gibt sechs 6er-Reihen, drei Reihen beginnend mit den ungeraden Zahlen 1, 3, 5 und drei Reihen beginnend mit den geraden Zahlen 2, 4, 6. Bereits in dieser tiefen Ebene ist die Quelle der Dualität vorhanden. Diese sechs 6er-Reihen habe ich im Text „Das Drei-Körper-Problem“ behandelt.

Wesentlich bei den natürlichen Zahlen sind ihre verschiedenen Eigenschaften und die entsprechende dimensionale Zuordnung. Dazu siehe die Texte:  „Die Strukturen der Wahrnehmung“ und „Die Zahl 4“. Primzahlen sind unteilbar und daher von maximaler Stabilität. Jede einzelne ist in der entstehenden Landschaft der 0. Dimension ein unzerstörbarer verankerter Pfeiler, ohne eine Eigenschwingung. Die ungeraden Zahlen, die Produkte der Primfaktoren 7 und grösser sind in der ersten Dimension verortet und bilden zusammen mit den Primzahlen in der 0. Dimension eine Verschleifung, die sich umgekehrt proportional verhält. Zwischen zwei Primzahlen gibt es eine  Anzahl von geraden und ungeraden Zahlen. Die ungeraden Zahlen der ersten Dimension bilden mit den geraden Zahlen der zweiten Dimension ein Feld, zum Beispiel ein elektromagnetisches Feld. Der Ausgangspunkt ist eine Primzahl in der 0. Dimension , die sich in die erste und zweite Dimension entfaltet und dann über die Spiegelung der maximalen Paritätsverletzung in der dritten Dimension, zurückfällt in die 0. Dimension. Als bildliche Vorstellung ist die Sonneneruption mit den Plasma- Magnetfeldbögen hilfreich.

Die Beschreibung des Vorgefunden durch die Wissenschaften auf der Basis von Symmetrien, zum Beispiel mit Gleichungen, widerspricht der Tatsache, dass die Primzahlen eine chaotische Verteilung aufweisen. Es ist aber genau diese chaotische Verteilung,  welche in der 0. Dimension mit den ungeraden teilbaren Zahlen in der ersten Dimension, ein Spannungsfeld erzeugen, nämlich die Gravitation. Die Natur beruht daher auf einer delikaten Asymmetrie, hervorgerufen durch die chaotische Verteilung der Primzahlen und darin wurzelt auch das Prinzip des Lebens, der stetigen Veränderung im Werden und Vergehen. Die Aktivitäten des Menschen beruhen nicht auf der direkten schöpferischen asymmetrischen Tätigkeit, sondern auf dem kognitiven Nachbau von Natur und da muss das Prinzip der Symmetrie angewendet werden um das dynamische Werden und Vergehen durch Stabilität zu ersetzen.

Da die Primzahlen unzerstörbare Anker sind, haben sie keine eigene Frequenz. In der 0. Dimension gibt es nur die Ankerplätze und die bestehen aus den Primzahlen. Erst die Zahlen zwischen den Primzahlen, die sich möbisch über die erste, zweite, dritte Dimension und zurück verschleifen, bilden Frequenzen, und machen die Musik.

Im Text: „Die Erzeugung der Primzahlen, ihre Geometrie und die Folgen“ unter dem Abschnitt: „Die Strukturen des nicht lokalen Pseudoraumes“ habe ich die Entstehung der Fibonacci-Zahlenreihen durch die Überlagerung von einer grossen Menge von Pseudotrommeln beschrieben. Der Zusammenhang zwischen den Fibonacci-Zahlen und den Primzahlen liegt auf der Hand. Die zu Grunde liegenden Primzahlen sind unteilbar und daher unzerstörbar und der goldene Schnitt in den Fibonacci-Zahlenreihen hat folglich maximale Stabilität. Das schöpferische Repertoire des menschlichen Geistes sind die Primzahlen in der 0. Dimension und die Hirnstruktur des menschlichen Gehirns auf der Basis der Fibonacci-Zahlenreihen ist zuständig für die kognitive Erfassung und Bearbeitung in der dritten Dimension.

Mit den Primzahlen verfügt der menschliche Geist über die elementarste Symbolik. Es ist noch viel gewaltiger, der menschliche Geist ist identisch mit dieser grundlegenden schöpferischen Symbolik und in diesem Sinne ist er schlicht und einfach prim.

Genau genommen habe ich nicht die Primzahlen erzeugt durch die Faktorisierung von Primzahlen, sondern es entstanden Leerstellen, die nicht zu belegen waren mit teilbaren ungeraden und geraden Zahlen. Bei der Durchnummerierung sind einzig die Primzahlen übrig geblieben, um die Leerstellen individuell und passgenau zu markieren. Hier kann man sich fragen, was war zuerst. Das Huhn oder das Ei? Die geometrischen Leerstellen oder die dazugehörigen Primzahlen? Doch eine derartige Fragestellung ist nur aus der dreidimensionalen Ebene heraus zulässig. In der 0. Dimension gibt diese Frage keinen Sinn, da es weder Raum noch Zeit gibt. Man kann überhaupt keine Fragen stellen in der 0. Dimension, da wird die schöpferische Imagination benötigt und die ist fraglos. Michelangelo sagte, Moses war schon im Marmor und er habe ihn nur aus dem Stein befreit. Mit seiner Vorstellungskraft war Moses schon erschaffen, bevor der erste Hammerschlag auf den Meissel und den Stein fiel. Auch hier stellt sich die Huhn-Ei-Frage. War zuerst der Marmorblock oder Moses? Sinnlos, denn in der 0. Dimension herrscht die unendliche Gleichzeitigkeit.

 

19.05.2021