Die Unendlichkeit und das Nichts

Der Zuständigkeitsbereich der Physik beschränkt sich auf die Materie und deren Bewegung in Raum und Zeit. Der Begriff Unendlichkeit hat in der eingeschränkten Ebene der Raumzeitlichkeit keine Daseinsberechtigung, da in der Endlichkeit auf eine Folge immer eine neue Folge folgt. Doch die Unendlichkeit tritt nie in Erscheinung. Auf eine Umkreisung des Planeten folgt eine neue Umkreisung. Die Umkreisungen können abgezählt werden bis in die grossen Zahlen. Aber auf eine Zahl folgt nur eine nächste Zahl und nie folgt auf eine Zahl die Unendlichkeit. Der Begriff Unendlichkeit wird verwendet, sobald die Übersicht verloren geht, da sich alles im Nebel verflüchtigt oder hinter einem Horizont verschwindet. Damit befinden wir uns in der Ebene der Metaphysik, in welcher das hinter der sinnlich erfahrbaren Welt nicht erforscht und analysiert werden kann, da nichts vorhanden ist ausser dem Nichts. In diesem Nichts ist die Unendlichkeit der Möglichkeiten virtuell als reine Energie, ohne jegliche Formatierung gegeben. In dieser Ebene kann nur der kreative Geist des Menschen schöpferisch aktiv werden und die Ausgangssituation für seine Erfahrungsebene  in der 3. Dimension in den Grundzügen bestimmen.

Genau so wie die Unendlichkeit sich nie der Wahrnehmung  präsentiert und sich in sich selber verbirgt, verhält es sich auch mit Ursache und Wirkung. Die Wirkung ist allgegenwärtig. Doch wird nach Ursache gefragt, so offenbart sie sich wieder als eine Wirkung von etwas und genau wie die Unendlichkeit verbirgt sich die Ursache in sich selbst und ist in der objektiven Wahrnehmung nicht erkennbar. Begriffe, die sich in sich selber verbergen weisen nur subjektiven Charakter auf und sind in der Nulldimensionalität die Quelle zur Entfaltung in die 3. Dimension, die als objektive Realität empfunden und bezeichnet wird, da der Mensch sie mit seiner verstandesorientierten physischen Erscheinung  auch bewohnt.

Die Unendlichkeit ist eine Vollkommenheit in welcher alles potentiell gegeben ist. Diese Vollkommenheit ist in sich absolut symmetrisch und aus der entfalteten Ebene der Dreidimensionalität nicht wahrnehmbar. Folglich ist diese vollkommene Unendlichkeit mit dem Nichts gleichzusetzen. Die nullte Dimension ist eine Singularität mit unendlichem Potenzial (0=∞). Sie kann auch als unendliche Nichtlokalität ohne jegliche Formatierung betrachtet werden (∞=0).

Jede Wissenschaft hat einen Grenzbereich zur Mystik, in welchem alle Raum und Zeit abhängigen Begriffe zur Beschreibung versagen. Das Unaussagbare nimmt überhand. Mit Parabeln und symbolbeladenen Bildern wird versucht Licht ins Dimensionslose zu bringen.

In der Quantenphysik ist man beim Quark angelangt und in der Kosmologie beim Big Bang. Aber von einer Ursache ist keine Spur zu sehen, weder in der einen noch in der anderen Richtung. Mit diametral auseinander driftenden Vorstellungen lässt sich kein vereinheitlichtes Weltbild erschaffen, ausser man verbindet sie miteinander durch eine möbische Schleife.

Das Wesen der Ursache ist ihre Singularität und die Essenz der Singularität ist ihre Subjektivität, da kein Bezugsystem in ihr vorhanden ist und folglich ist auch noch keine Asymmetrie erkennbar. Ein Beispiel. Die Quelle eines elektrischen Feldes ist die Ladung. Eine bewegte Ladung ist ein elektrischer Strom und daraus bildet sich ein magnetisches Feld. Die Quelle eines magnetischen Feldes wäre ein Monopol. Gäbe es aber einen Monopol, dann würden die Ladung und der Monopol zusammen ein supersymmetrisches System bilden in welchem sich aber keine Bewegung und Entwicklung aufbauen könnte. Ein elektromagnetisches Feld kann nur auf Basis einer grundlegenden Asymmetrie entstehen. Jede Aktivität beruht auf einer subjektiven Quelle und jede Folge einer Aktivität ist daher asymmetrisch zur ihrer ursächlichen Quelle.

Die Asymmetrie gibt es bereits in den natürlichen Zahlen und zwar im Verhältnis der Primzahlen zu den ungeraden Zahlen, ohne die lineare 6er-Reihe beginnend mit der Zahl 3 und ohne alle Zahlen, die als Endziffer eine 5 aufweisen. Diese beiden Zahlenreihen, die Primzahlen und die Produkte der Primzahlen 7 und grösser verhalten sich umgekehrt proportional zueinander. Diese Tatsache ist weder in der mathematischen noch in der philosophischen Zahlentheorie ausgewiesen. Das ist die Ursache, weshalb die Mathematik in der Luft hängt und sich nicht aus sich selber beweisen lässt.

Genauso wie die Mathematik in der Luft hängt, befindet sich auch die Physik im Nirgendwo, da der Unterbau, die Metaphysik mit ihren Sinnfragen durch Ignoranz seit Jahrhunderten auf die Seite geschoben wird. Das Streben nach Symmetrie und Gleichungen dient nur der Beschreibung des durch Wahrnehmung Vorgefundenen. Doch bevor etwas beschrieben werden kann, muss es zuerst durch einen subjektiven, schöpferischen Prozess erschaffen werden.

Das Denken findet in der 3. Dimension statt. Das Gefühl, welchem in der 3. Dimension keinen festen Platz in einem Bezugsystem zugewiesen werden kann, ist in der 0.  und 1. Dimension zu verorten. Es gibt keinen Gedanken, der nicht von einem Gefühl getragen oder begleitet wird. Es gibt bekanntlich auch kein Elementarteilchen ohne ein entsprechendes Feld. Es ist der vom Gefühl getragene Gedanken, welcher eine potentielle Energie entfaltet und in die erfahrbare Ebene der 3. Dimension bringt.

Die eingeschränkte Wahrnehmungsebene in der 3. Dimension ist eine holographische Projektion aus der 0. Dimension in welcher die Psyche, der Geist des Menschen zu Hause ist. Das Ich-Bewusstsein mit seinem Verstand in der 3. Dimension ist  somit eine Projektion aus der 0. Dimension.

Die Fragen nach dem Sinn. Ich versuche eine zeitgemässe Beschreibung meiner persönlichen Sichtweise diesem Text anzufügen.

Warum ist die Menschheit auf dem Planeten Erde?

Das anthropischen Prinzip lautet:  Wäre das Universum nicht so wie es ist, wären wir als Beobachter nicht hier. Das Universum wusste von Beginn weg, vor 13,7 Milliarden Jahren, dass wir kommen werden. Diese Formulierung des anthropischen Prinzips beruht auf einer raum-zeitlichen Struktur mit dreidimensionalem Charakter. Der Mensch mit seiner verstandesorientierten Wahrnehmungsstruktur ist in der 3. Dimension zu Hause. In der 0. Dimension ist der schöpferische und kreative Geist des Menschen aktiv. Aus dieser Perspektive lässt sich das anthropische Prinzip wie folgt beschreiben. Die 0. Dimension wird von der unendlichen Gegenwart bestimmt. Eine Raum-Zeit-Struktur ist nicht vorhanden. Dem schöpferischen und kreativen Geist steht es frei, sich durch Imagination alles zu erschaffen. Er kann so viele Anfangsbedingungen für das Universum kreieren wie er möchte und er wird sich darin immer widerspiegeln auf Grund seiner eingeschränkten Wahrnehmungsstruktur in der 3. Dimension. Energie kondensiert zu Materie in dem sich Felder durch Aufspaltung zu Teilchen paketieren. Der Auslöser dazu ist der bewusste Geist in der 0. Dimension.

Die Konfiguration des Planeten Erde ist so gestaltet, dass der Mensch durch seine Erfahrung sein Bewusstsein weiter entwickeln kann. So betrachtet ist der Planet Erde eine Ausbildungsstätte für das Bewusstsein auf der Ebene des Menschen. Das nächste Ziel für den Menschen ist weltraumtauglich zu werden um seine Bewegungsfreiheit zu erlangen. Dabei geht es nicht darum mittel materialistischen Technologien in den Weltraum vorzustossen. Das ist gar nicht möglich, da der körpergebundene Mensch sich nicht von den physikalischen strukturellen Gegebenheiten befreien kann. Der Mensch kann nur als geistiges Wesen sich frei im Weltrau bewegen. Doch dazu fehlen ihm noch einige Fähigkeiten.

Fortsetzung folgt